Was kostet ein Onlineshop? 8. Juni 2010 2 Comments
In letzter Zeit häufen sich auch bei uns die Anfragen für die Entwicklung diverser Onlinehops. Daher möchte ich heute mal ein paar Worte über die Arbeit, die dahinter steckt und die Kosten eines Shops loswerden.
“Was? Den Shop kann ich mir doch kostenlos runterladen, warum soll ich denn jetzt soviel dafür bezahlen?” “2000,-EUR? Wofür? Dann mach ich das lieber selber!” “Ich hatte so ca. 300,-EUR für den Shop eingeplant. Reicht das?”… Die Zitate könnte ich hier noch weiterführen aber das waren wohl schon die absoluten Schmankerl unter den Aussagen einiger Interessenten.
Es gibt diverse, gute und auch kostenlos verwendbare Shopsysteme. Wir verwenden bisher für kleinere Projekte den Klassiker unter den einfacheren Systemen, “OSCommerce” und das geniale Shopmodul für das CMS “Websitebaker” namens “Bakery“. Bei größeren Projekten, wo Enterprice-Lösungen mit diversen Extras gefragt sind, setzen wir seit einiger Zeit auf “Magento“. Auch das System ist in der Community-Version kostenlos.
Was heisst das, kostenlos? Das bedeutet, man kann die Software bzw. das komplette Shopsystem ohne Lizenzgebühren zu zahlen für seine Zwecke downloaden, verwenden und anpassen. Egal, ob man einen Shop für Spielzeuge oder asiatische Lebensmittel aufbauen möchte, das System steht dafür kostenlos zur Verfügung. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Installation, das Anpassen des Systems an die Anforderungen des Kunden und die Entwicklung eines individuellen Templates für das Shopsystem kostenlos ist. Denn da steckt eine Menge Arbeit dahinter. Wir übernehmen diese Arbeit sehr gern, keine Frage. Nur können auch wir nicht nur von Luft und Liebe leben… Hier mal ein paar Arbeitsschritte, die bei der Entwicklung eines Onlineshops durchgeführt werden müssen:
- Recherche, Konkurrenzanalyse
- Projektmanagement, diverse Gesprächstermine beim Kunden vor Ort
- Entwicklung eines Pflichtenheftes samt Zeitplan
- Entwicklung der Struktur der gesamten Website
- Screen- und Interfacedesign
- Umsetzen des Designs als Template für das jeweilige Shopsystem (Programmierarbeit)
- Entwickeln bzw. einrichten und anpassen von Zusatzmodulen je nach Kundenwunsch (Bezahlsysteme, Chat, Backend, Rechnungswesen usw) (Programmierarbeit)
- Anpassen des gesamten Shopsystems an die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden (Programmierarbeit)
- evtl. Einpflegen des ersten Datenbestandes (Produkte) in das System
- Testlauf, Korrekturphasen
- Einweisung und Schulung der Kunden im Umgang mit dem Backend des Shopsystems
- Betreuung und Administration des Systems
Eine Menge Arbeit, die natürlich bezahlt werden muss. Am besten betrachtet man die Einrichtung eines Onlineshops ähnlich wie die eines Ladengeschäfts. Auch da sind viele Schritte notwendig, bevor man den Laden eröffnen kann (Raumgestaltung, Renovieren, Einrichtungsgegenstände beschaffen usw) und man muss sich im klaren darüber sein, dass man erst Investieren muss, bevor man verkauft. Je nach Größe und Idee des (Online-)shops fallen auch mal Arbeitsschritte weg oder es kommen andere hinzu. Aber ganz ohne wird es kaum gehen.
So varriert der Preis für einen Onlineshop, je nachdem, welches System verwendet wird, was für Zusatzmodule installiert oder Entwickelt werden müssen, Wie ausgefallen das Design und die Struktur der Site werden soll und natürlich hängt der Preis auch davon ab, wer die Produkte einpflegt, die Texte entwickelt und die Fotos macht. Generell kann man sagen, dass die Einrichtung eines kleinen Onlineshops bei Einsatz von OSCommerce oder Bakery mindestens Kosten von 2000,-EUR verursacht. Dabei sprechen wir aber von einem sehr kleinen Projekt ohne viel “drumherum”. Bei der Einrichtung eines Magento Systems mit diversen Anpassungen und Modulen kommen schnell auch mal Kosten von 8000,- und mehr zusammen. Genaue Preise kann man aber in jedem Fall erst nach dem Besprechen des Vorhabens nennen.
Ab sofort: Website-Leasing möglich 15. April 2010 1 Comment
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Alles bleibt wie gehabt
Meine Erfahrungen mit Greenscreen Aufnahmen 27. Februar 2010 No Comments
Die Website eines Kunden wird seit 2008 von einer professionellen Moderatorin moderiert. Diese Moderation sollte nun erneuert werden. Im Zuge dessen war es wieder notwendig, Ganzkörper-Greenscreen Aufnahmen zu drehen. Greenscreen Aufnahmen ansich sind heute ja kein großes Ding mehr, solange es Aufnahmen in einer typischen Moderations-Szene sind (Oberkörper an einer relativ fixen Position). Sobald jedoch Bewegung ins Spiel kommt und die Person dabei komplett von Kopf bis Fuß aufgenommen werden soll, wird es schon etwas komplizierter. Für die Website meines Kunden benötigen wir genau diese Szene.
Für derartige Aufnahmen ist es notwendig, den Greenbox Stoff (ich verwende dicken Bühnen-Molton) perfekt auszuleuchten. Dafür habe ich mir 3 Flächenleuchten gemietet. Jeweils eine habe ich rechts und links neben der Szene platziert und eine oberhalb des hinteren Stoffes. Zusätzlich habe ich mit 3 Daylight Lampen den Boden ausgeleuchtet. Die Person selber wurde noch direkt mit einem Fluter frontal “bestrahlt”.
Diese Ausleuchtung ermöglichte das reduzieren von Schatten der Moderatorin auf ein Minimum, was für das spätere Keying sehr wichtig ist. Nach Möglichkeit sollte man auch versuchen, die Person nicht zu dicht vor dem Greenscreen zu platzieren (mind. 1 Meter Abstand) und die Kamera nicht zu dicht an die Szene stellen. Dadurch wird die Tiefenschärfe des Hintergrunds verringert, was das Keying nochmal erleichtert. Meine Sony FX7 habe ich in ca. 4 Metern Abstand zur Szene platziert. Wenn man nun noch die Blende richtig einstellt (nicht zu niedrig) und einen manuellen Weissabgleich der Kamera macht, kann eigentlich kaum noch was schief gehen. Ich habe in HDV gedreht. Dadurch werden die Kanten nochmal ein Stück schärfer (sagt mir zumindest mein Empfinden).
Nächste Woche geht es ans keyen. Dabei werde ich Adobe After Effects mit dem Keying-Tool Keylight 1.2 benutzen. Was besseres für derartige Aufgaben kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich habe schon die Final Cut Pro und Premiere-eigenen Keyer verwendet, welche laut meinen Erfahrungen niemals an ein derart präzises und einfach zu erreichendes Ergebnis herankommen.
Flash vs. HTML5 vs. iPad vs. Windows Mobile vs. …. 22. Februar 2010 1 Comment
Die ganze Diskussion um das Fehlen des Flash Plugin auf dem iPad und iPhone erweitert sich Zunehmens zu einer generellen Diskussion, ob Flash überhaupt noch notwendig sei. Vieler Orts wird behauptet, man könne heutzutage schon alles, was mit Flash möglich ist, mit HTML und Javascript hinbekommen. Ich sehe das ein wenig gelassener.
Flash wird auch in Zukunft nicht vom Markt verschwinden. Dafür gibt es zu viele Anwendungsgebiete. Sicher macht es keinen Sinn mehr, eine Website in Flash zu gestalten, nur um das Userinterface (schöner) zu bewegen. Wenn das überhaupt einen Sinn ergeben sollte, dann lässt sich das auch sehr gut mit Javascript und CSS realisieren. Auch ist es eher eine Unart, Onlineshops in Flash zu entwickeln. Klar, machbar ist es schon, aber es gibt weitaus einfachere und elegantere Lösungen dafür. Die generelle Frage, wie vor 5-8 Jahren, ob eine Website in Flash oder HTML entwickelt werden soll, gibt es so nicht mehr.
Was allerdings dafür spricht, Anwendungen und Websites in Flash und nicht mit Javascript/HTML/CSS zu erstellen, ist zum ersten, dass komplexe Projekte in Javascript wesentlich langsamer laufen als in Flash und Flash Projekte homogen als eigenständige Anwendungen im Browser funktionieren. Bei Javascript / HTML Projekten kann man sich nie sicher sein, dass das Projekt bzw. die Website in allen Browsern und auf allen Systemen genau so funktioniert und dargestellt wird, wie es soll. Flash ist noch immer klar im Vorteil, wenn man sich sicher gehen will, dass man keine Probleme mit diversen Browsern haben will. Das Plugin muss vorhanden sein, klar, das ist noch immer ein Nachteil. Aber es ist auch auf den meisten Systemen von Haus aus installiert. Und einmal installiert funktioniert die Anwendung bzw. die Website genau so, wie sie soll.
Besonders was die Darstellung anbetrifft ist man mit Flash noch immer auf der sicheren Seite. Ich denke da z.B. an Fonts, die der Webdesigner 100% im Griff hat. Bei Flash Projekten kann man die Schriftart, Zeilenabstand, Zeichenabstand usw. ganz genau festlegen und kann sich durch Einbettung des Fonts auch sicher sein, dass das genau so auf der Website dargestellt wird. Man hat ebenfalls keinerlei Beschränkungen auf die wenigen, vorhandenen Systemschriftarten, die auf jedem Computer installiert sind (bzw. sein sollten).
Komplexe, künstlerische Webseiten, in denen viel mit Grafik, Bild, Video und Ton gearbeitet wird und bei denen alle Medien quasi ineinander fließen, sich überlappen bzw. mit Transparenten gearbeitet wird, sind nach wie vor aus meiner Sicht nur in Flash zu realisieren. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.
Willkommen im Webdesign Berlin Blog 21. Februar 2010 No Comments
Ab sofort werde ich hier interessante Neuigkeiten rund um das Thema Webdesign Berlin und Brandenburg, Webdesign im allgemeinen und allen Themen drum herum veröffentlichen. Mir ist bewusst, dass es schon sehr viele Blogs zu diesem Thema gibt. Trotzdem möchte ich diese Möglichkeit nutzen, um sozusagen “die Perlen” der News um dieses Thema zu veröffentlichen. Natürlich werde ich hier auch Neues rund um Mouseevent niederschreiben. Darum geht es schließlich auch – mein Unternehmen im Bereich Webdesign, Grafik, Medien und Print.
Also, bleibt am Ball, lest und kommentiert fleißig mit.
Sebastian


