Flash vs. HTML5 vs. iPad vs. Windows Mobile vs. …. 22. Februar 2010

Die ganze Diskussion um das Fehlen des Flash Plugin auf dem iPad und iPhone erweitert sich Zunehmens zu einer generellen Diskussion, ob Flash überhaupt noch notwendig sei. Vieler Orts wird behauptet, man könne heutzutage schon alles, was mit Flash möglich ist, mit HTML und Javascript hinbekommen. Ich sehe das ein wenig gelassener.

Flash wird auch in Zukunft nicht vom Markt verschwinden. Dafür gibt es zu viele Anwendungsgebiete. Sicher macht es keinen Sinn mehr, eine Website in Flash zu gestalten, nur um das Userinterface (schöner) zu bewegen. Wenn das überhaupt einen Sinn ergeben sollte, dann lässt sich das auch sehr gut mit Javascript und CSS realisieren. Auch ist es eher eine Unart, Onlineshops in Flash zu entwickeln. Klar, machbar ist es schon, aber es gibt weitaus einfachere und elegantere Lösungen dafür. Die generelle Frage, wie vor 5-8 Jahren, ob eine Website in Flash oder HTML entwickelt werden soll, gibt es so nicht mehr.

Was allerdings dafür spricht, Anwendungen und Websites in Flash und nicht mit Javascript/HTML/CSS zu erstellen, ist zum ersten, dass komplexe Projekte in Javascript wesentlich langsamer laufen als in Flash und Flash Projekte homogen als eigenständige Anwendungen im Browser funktionieren. Bei Javascript / HTML Projekten kann man sich nie sicher sein, dass das Projekt bzw. die Website in allen Browsern und auf allen Systemen genau so funktioniert und dargestellt wird, wie es soll. Flash ist noch immer klar im Vorteil, wenn man sich sicher gehen will, dass man keine Probleme mit diversen Browsern haben will. Das Plugin muss vorhanden sein, klar, das ist noch immer ein Nachteil. Aber es ist auch auf den meisten Systemen von Haus aus installiert. Und einmal installiert funktioniert die Anwendung bzw. die Website genau so, wie sie soll.

Besonders was die Darstellung anbetrifft ist man mit Flash noch immer auf der sicheren Seite. Ich denke da z.B. an Fonts, die der Webdesigner 100% im Griff hat. Bei Flash Projekten kann man die Schriftart, Zeilenabstand, Zeichenabstand usw. ganz genau festlegen und kann sich durch Einbettung des Fonts auch sicher sein, dass das genau so auf der Website dargestellt wird. Man hat ebenfalls keinerlei Beschränkungen auf die wenigen, vorhandenen Systemschriftarten, die auf jedem Computer installiert sind (bzw. sein sollten).

Komplexe, künstlerische Webseiten, in denen viel mit Grafik, Bild, Video und Ton gearbeitet wird und bei denen alle Medien quasi ineinander fließen, sich überlappen bzw. mit Transparenten gearbeitet wird, sind nach wie vor aus meiner Sicht nur in Flash zu realisieren. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.

One Comments
Gebäudereinigung Hannover April 20th, 2010

Wirklich interessanter Post.
Gebookmarkt & weiterempfohlen!

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