Meine Erfahrungen mit Greenscreen Aufnahmen 27. Februar 2010
Die Website eines Kunden wird seit 2008 von einer professionellen Moderatorin moderiert. Diese Moderation sollte nun erneuert werden. Im Zuge dessen war es wieder notwendig, Ganzkörper-Greenscreen Aufnahmen zu drehen. Greenscreen Aufnahmen ansich sind heute ja kein groĂes Ding mehr, solange es Aufnahmen in einer typischen Moderations-Szene sind (Oberkörper an einer relativ fixen Position). Sobald jedoch Bewegung ins Spiel kommt und die Person dabei komplett von Kopf bis FuĂ aufgenommen werden soll, wird es schon etwas komplizierter. FĂŒr die Website meines Kunden benötigen wir genau diese Szene.
FĂŒr derartige Aufnahmen ist es notwendig, den Greenbox Stoff (ich verwende dicken BĂŒhnen-Molton) perfekt auszuleuchten. DafĂŒr habe ich mir 3 FlĂ€chenleuchten gemietet. Jeweils eine habe ich rechts und links neben der Szene platziert und eine oberhalb des hinteren Stoffes. ZusĂ€tzlich habe ich mit 3 Daylight Lampen den Boden ausgeleuchtet. Die Person selber wurde noch direkt mit einem Fluter frontal “bestrahlt”.
Diese Ausleuchtung ermöglichte das reduzieren von Schatten der Moderatorin auf ein Minimum, was fĂŒr das spĂ€tere Keying sehr wichtig ist. Nach Möglichkeit sollte man auch versuchen, die Person nicht zu dicht vor dem Greenscreen zu platzieren (mind. 1 Meter Abstand) und die Kamera nicht zu dicht an die Szene stellen. Dadurch wird die TiefenschĂ€rfe des Hintergrunds verringert, was das Keying nochmal erleichtert. Meine Sony FX7 habe ich in ca. 4 Metern Abstand zur Szene platziert. Wenn man nun noch die Blende richtig einstellt (nicht zu niedrig) und einen manuellen Weissabgleich der Kamera macht, kann eigentlich kaum noch was schief gehen. Ich habe in HDV gedreht. Dadurch werden die Kanten nochmal ein StĂŒck schĂ€rfer (sagt mir zumindest mein Empfinden).
NĂ€chste Woche geht es ans keyen. Dabei werde ich Adobe After Effects mit dem Keying-Tool Keylight 1.2 benutzen. Was besseres fĂŒr derartige Aufgaben kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich habe schon die Final Cut Pro und Premiere-eigenen Keyer verwendet, welche laut meinen Erfahrungen niemals an ein derart prĂ€zises und einfach zu erreichendes Ergebnis herankommen.



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